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Take the long way - Gotland

Meerforellenfischen war noch nie so transparent wie heutzutage. Kombiniert mit unbegrenztem Internetzugang nahezu überall, eröffnen sich gigantische Gebiete und Möglichkeiten. Wo einst spärliche Infos vorlagen, finden sich jetzt Unmengen von Tipps und Hinweisen. Nur über Gotland gibt es fast keine Infos. Dabei hat Gotland eine Besonderheit, die selten geworden ist.

 

 67 cm mit geschätzt 3,4 kg Kampfgewicht

 

Wie hat mich meine Frau letztens genannt? Meerforellen-Nomade? Ein wenig Recht hat sie schon. Auf der Suche nach den erfolgversprechendsten Revieren bin ich Opportunist. Darum war ich im April wieder auf Gotland. Aber warum so weit fahren? Schließlich ist das Frühjahr doch bei uns auch gut.

 

80er Absteiger mit geschätzt 5 kg Kampfgewicht / released

 

Der Grund, zu dieser Jahreszeit den weiten Weg nach Gotland zu fahren, ist einfach. Hier finden sich noch wilde Meerforellenstämme, die aus den 25 Meerforellen führenden Bächen der Insel stammen. In keinem wurde jemals eine Besatzmaßnahme mit auswärtigen Meerforellen durchgeführt. Große reinrassige Wildfische - wo hat man das noch bitte?

 

 

Zudem liegt der Befischungsdruck bei gefühlt 0%. Wenn man es darauf ankommen lässt, trifft man ein paar Gotländer oder Stockholmer. Gelegentlich sind auch Finnen auf der Insel, das wars auch schon. Autos mit deutschen Anglern habe ich in den letzten vier Jahren eher selten gesehen. Am Wasser habe ich noch keinen angetroffen.

 

Im Drill

 

An den meisten Spots fischt sowieso niemand und so kann es gut passieren, dass man erst nach Tagen eine anderen Meerforellenangler antrifft. Das ist dann ein schönes Erlebnis, weil man sich über die Fänge austauschen kann. Und schon mehrmals wurde aus einem kurzen Gespräch eine Verabredung zum gemeinsammen Fischgang tagsdrauf.

 

 

Aber die Fischerei ist trotzdem nicht einfach. Im Bericht "Gotland. Vom Grau inspiriert." hatte ich über das Fischen in den Cracks geschrieben. Das ist wirklich speziell.

 

 

Zudem ist es sehr hilfreich, die Plätze in Kombination mit Buchten zu verbinden, in die einer der 25 großen Aufstiegsbäche mündet. Der Rest ist auch hier Fleißarbeit.

 

 

Die Insel hat zudem noch eine Besonderheit, die fast noch schöner ist als die Meerforellen. Es ist die Natur. In Kombination mit unserer Meerforellenfischerei ist das mein persönliches Maß aller Dinge. Es geht nicht schöner. Urige Küste + wilde Meerforellen in stattlichen Größen.

 

 

 

Ich habe mir in den in den letzten Jahren viele Spots erarbeitet um noch viele Jahre wiederkehren zu können. Und darauf wird es wohl hinauslaufen.

 

Ich freue mich schon auf 2020!

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