Tiefes Wasser finden

In dem Bericht Sommerplätze und Sommermefos hatte ich beschrieben, wie Meerforellen in der warmen Jahreszeit zwischen tiefem und flachem Wasser pendeln. Daher ist es in der warmen Jahreszeit fast schon Pflicht, Spots mit einem möglichst direkten Zugang zu tieferem Wasser zu befischen.


Aber wie findet man diese Plätze? Hier fünf Punkte, die helfen können:


Ein klasse DK-Sommerfisch aus dem Übergangsbereich ins tiefe Wasser - released.




  • Eine hilfreiche Faustregel in der Beurteilung des Strandprofils unter Wasser ist die Neigung des Uferbereichs über Wasser. Ist der Strand steil, ist meist auch tiefes Wasser nahe am Ufer.


  • Zudem kann man an der Wasserfarbe und dem Wellenschlag erkennen, ob das Gebiet vor einem an eine Flachwasserzone oder an tieferes Wasser grenzt. Dafür benötigt man etwas Erfahrung. Ganz grob könnte man sagen: Dunkles Wasser mit gleichhohem Wellenschlag = tiefes Wasser. Sich aufbäumende Wellen mit hellem Wasser = flaches Wasser.


  • Man kann auch einfach seine Plätze mit der Spinnrute auf Tiefe abtasten. Am Besten ohne Haken. Etwas mühselig, geht aber auch.


  • Geologisch entstehen Tiefenlinien und Durchbrüche zu tiefem Wasser (z.B. bei einer vorgelagerten Sandbank) durch küstenparallele Strömungen, die durch auflandige Windwellen erzeugt werden. An kleinen ufernahen Vorsprüngen wird diese Strömung ins tiefere Wasser umgeleitet und verlangsamt sich. Dort befindet sich der gesuchte Durchgang zu dem tieferen Wasser. Um das zu erkennen, braucht man ein geschultes Auge. Aber wenn man sich den Blick antrainiert, ist das sehr hilfreich.


Jetzt im Sommer ist meiner Meinung nach der schnelle Zugang zu tiefem Wasser der wichtigste Schlüssel für das Fischen auf große Meerforellen. Diese Zugänge sind die heißen Bereiche an den Spots, die oft nur einen schmalen Korridor in die Tiefe bilden. An diesen Punkten herrscht ein ganztägiges "Kommen und Gehen". Hier werden die meisten Schlachten geschlagen. Wer sie (er)kennt ist im Vorteil.


Knæk og bræk! 👋🏻