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Essbare Strandpflanzen - Meer-Mangold

Als Meerforellenangler verbringen wir viel Zeit am Strand. Grund genug, sich etwas mit der Strand-Vegetation und einigen "vergessenen" Strandkräutern und Strandgemüse zu beschäftigen. Im dritten Teil dieser Serie geht es um den Meer-Mangold.



Meer-Mangold (Beta vulgaris maritima) findet sich überall an unserer Küste. Er wächst bevorzugt an steinigen oder kiesigen Stränden. Oftmals an der hintersten Linie, wo durch Stürme Seegras und Algen angespült werden, da er diese Substrate als Nährstoff nutzt.


Der Meer-Mangold ist bekannt für seine tiefgrüne Farbe und die leicht wachsartig glänzenden Blätter. Seine Blätter können sich manchmal an den Rändern kräuseln, haben aber immer die Grundform von primitiven Pfeilspitzen. Die Planze wächst kreisförmig und kann im zweiten Halbjahr zu einer ziemlich großen strauchartige Pflanze gedeihen.



Meer-Mangold, auch bekannt als Wilde Rübe, Meer-Rübe, Wild-Bete oder See-Mangold ist ein Vorfahre vieler Rübenarten, die heutzutage kommerziell angebaut werden, wie z.B. Silberrüben oder Rote Bete - hat aber einen ganz eigenen Geschmack. Er schmeckt leicht salzig-bitter, mit einem milden Kressegeschmack.


In der Küche sollte er gedämpft oder gebraten werden. Lediglich junge, frische Blätter können roh als Zutat in Salaten mit Speck oder Käse, Äpfeln und Nüssen eingearbeitet werden. Denn Meer-Mangold schmeckt gut im Zusammenspiel mit fetthaltigen und aromaintensiven Zutaten wie Wurst, geräuchertem Fisch, usw. Er lässt sich auch hervorragend in ein Pesto einarbeiten.


Meer-Mangold hat zwei Erntezeiten im Jahr. Das zeitige Frühjahr April/Mai und dann wieder Oktober/November. Zu allen anderen Jahreszeiten, insbesondere in den heißen Sommermonaten sollte man ihn stehen lassen, weil er einfach zu bitter schmeckt. Es gibt jedoch Ausnahmen. Immer dann, wenn er im Schatten wächst. Unter diesen Umständen lässt er sich auch im Sommer ernten. Meer-Mangold kann zudem je nach Jahreszeit und Positionierung am Strand unterschiedlich schmecken. Wie oft bei Wildpflanzen ist es eine gute Idee, sie direkt vor Ort zu probieren. So lässt sich sofort herausfinden, ob sie genießbar sind.



3 wichtige Regeln im Umgang mit Strandpflanzen.

  • Beim Pflücken nur maximal 1/3 der Planze ernten und nie die ganze Pflanze mitsamt Wurzel herausreißen. So kann sie sich erholen und weiterwachsen.

  • Egal welche Kräuter oder welches Gemüse ihr am Strand sammelt, spült alles direkt im Meer oder in der Küche sorgfältig ab.

  • Alles noch am selben Tag verwerten.