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Schnurdrall - Kampf dem Getüddel

Schnurdrall - nichts nervt mehr als das "Getüddel" im Schnurkorb. Statt sich lange mit dem Wirrwarr herumzuärgern, kann ein simpler Trick Abhilfe leisten.



Schnurdrall lässt sich leicht erkennen. Einfach 50 - 80 cm der Leine mit beiden Händen festhalten und die Hände aufeinander zubewegen. Wenn sich die Schnur wie in der Illustration dargestellt wie ein altes YoYo-Band verdreht, haben wir den Grund für das Schnurknäuel gefunden.



Eine mögliche Ursache dieses Ärgernisses könnte die Fliege sein. Wenn sie unkontroliert in der Luft um ihre eigene Achse rotiert, kann sie die Schnur verdrallen. Das ist aber eher selten der Fall und die kleine Masse der Fliege verdrallt auch meistens nur das Vorfach, selten die ganze Leine.


In den meisten Fällen verdrallt die Schnur, weil unser Vor- und Rückschwung nicht 100%ig auf einer geraden Linie verläuft. Bedingt durch den Aufbau des Schultergelenks neigen wir dazu, den Rückschwung tiefer auszuführen als den Vorschwung. Das führt zu einer elliptischen Bewegung der Rutenspitze, die unsere Schnur mit der Zeit auf der ganzen Länge verdrallt. Ein gerader Wurf lässt sich zwar trainieren, aber der Fehler passiert trotzdem immer wieder. Wir sind halt keine Roboter. Und am Meer, wo Wind und Welle den Ton angeben, sieht die Situation noch einmal ganz anders aus.



Drall lässt sicht nicht durch das Strecken der Leine herausbekommen. Egal wie stark oder wie oft man es versucht. Das Strecken einer Fliegenschnur hilft nur bei Schnurmemory. Aber Memory ist ein anderes Thema und hat nichts mit Verdrallung zu tun. Was hilft also bei Schnurdrall? Ein einfacher Trick kann den entstandenen Twist eliminieren:


  • Die Schnur der vollen Länge nach samt Vorfach und Fliege gestreckt auf das Wasser auswerfen, damit sie dort ankert.


  • Dann das Rutenende in der rechten Hand lagern.


  • Danach den Blank unterhalbt des ersten Rings zusammen mit der Schnur locker mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand umschließen.


  • Anschließend den Blank inkl. Rolle 5 - 8 mal mit Schwung rotieren lassen.


  • Danach zwei bis drei Leer- oder Rollwürfe absolvieren.


  • Fertig!


Die Schnurr ist jetzt wieder auf ganzer Länge entdrallt.


Wichtig! Rechtshänder müssen die Rute samt Rolle und Schnur gegen den Uhrzeigersinn drehen. Linkshänder mit dem Uhrzeigersinn. Das ist unbedingt zu beachten, sonst verstärkt sich der Dralleffekt.



Der Trick ist super simpel und in Sekunden ausgeführt. Wenn man beim Fischen merkt, dass sich etwas anbahnt, lässt sich dieser Move unkompliziert im Wasser stehend einbauen. So sparen wir uns den Frust einer verdrallten Schnur und können fokussiert weiterfischen.


Knæk og bræk!

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