Austern - es muss nicht immer Mefo sein

Heute hatten wir wirklich krasse Bedingungen. Minus 120 - 130 cm kommt nicht oft vor. Ich war gerade noch einmal an einem Spot um zu schauen, wie ein Steinriff dort genau verläuft. Solche Niedrigwasserphasen nutze ich gerne, um Plätze besser kennenzulernen. Einen kurzen Fischgang konnte ich mir natürlich nicht verkneifen. Aber statt Mefo fand ich eine andere Delikatesse vor - die Pazifische Auster.


Die Pazifische Auster sehe ich relativ selten. Sie haftet in strömungsreichen Flachwassergebieten an steinigen Untergründen. Ihre Schale ist oval bis länglich. Ihre linke Seite fast flach, die rechte bauchig. Die Oberfläche ist grob, schuppig und zerklüftet mit wellenförmigem Rand. Ihre Farbe ist hellgrau bis dunkelbraun mit einer violetten Schließmuskelmarkierung.



Die Pazifische Auster gehört zu den sog. Neozoen und wurde erstmals 1965 in britischen und 1966 in französischen Aquakulturen gezogen. In Deutschland wird diese Art im Sylter Wattenmeer (meiner Heimat 💙) gezogen. Auch dort kommen frei lebende Exemplare vor. Sie gilt an der Deutschen Nordseeküste als etabliert. Und immer häufiger finden wir sie in der westlichen Ostsee bis hin zur Kieler Bucht.


Das nur mal so am Rande - es muss nicht immer Mefo sein. Ich gehe jetzt den Champagner kalt stellen, denn der passt hervorragend zu Austern.


Tight Lines!