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C&R-Fotos an frostiger Winterluft


Fangfotos sind immer gerne gesehen. Wer aber plant, im Winter mit der Meerforelle Catch & Release zu praktizieren, sollte beim Ablichten auf die Lufttemperatur achten.

Was wenige auf dem Zettel haben ist, dass bei C&R im Winter die Fische extreme Probleme haben, wenn man sie aus dem Wasser nimmt um z.B. ein Foto zu machen oder sie aus dem Kescher zu bekommen. Egal ob an der Küste oder im Fluss. Fische haben keine Kerntemperatur im Inneren des Körpers. Die Körpertemperatur entspricht exakt der Wassertemperatur. An der oftmals kälteren, windigeren Winterluft erstarren die Fische krampfartig. Eisangler kennen den Effekt sehr gut. Das alleine ist ja schon nicht sehr fair. Aber noch viel gefährlicher für den Fisch ist eine mögliche Beschädigung der Augen.

Die Hornhaut (Kornea) und das Kammerwasser dahinter können an frostiger Luft unter 0° Celsius schlagartig gefrieren. Das kann schon nach wenigen Sekunden passieren, weil die Schichten sehr dünn sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fische in den darauffolgenden Tagen erblinden, ist gemäß einer anatomisch-makroskopischen Studie über Fischaugen, die an der Tierärztlichen Fakultät der LMU-München ausgearbeitet wurde, sehr groß.

Zudem sind die Kiemenblättchen mit den darin liegenden Blutgefäßen sehr empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Was eine zusätzliche Frostgefahr für den Fisch bedeutet.

Bei Entnahme ist das natürlich alles egal, bei C&R im Winter aber nicht. Wer also auf Nummer sicher gehen will, der sollte den Fisch im Zweifelsfall lieber im Wasser ablichten. Auch wenn das Foto mal verwackeln sollte.


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