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Arrrgh - Haken im Finger


Wer widerhakenlos fischt, braucht nicht weiterlesen. Wer aber den "Angstbart" dran lässt sollte wissen, wie er jetzt zu handeln hat. Sonst endet der Angeltag beim Arzt.

Früher oder später passiert es. Wer wie ich gerne die Gedanken am Wasser schweifen lässt, ist dafür besonders prädestiniert. Aber sei es drum. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten, die vor Ort helfen können.

Pull Out Yank reicht in den meisten Fällen aus. Der Druck auf den Haken öffnet den Eintritskanal und bietet dem Widerhaken Freiraum. Unter Beibehaltung dieses Drucks einen kleinen Ruck entgegen dem Eintrittsweg ausführen und der Haken ist draußen. Wenn es schlecht läuft, reißt man sich eine klitzekleine Menge Fleisch mit heraus. Das tut dann etwas weh.

Es gibt auch die "String Yank"- Technik, wo der Haken statt von Hand mit Hilfe einer zuvor fixierten Schlaufe herausgezogen wird. Aber das ist eigentlich nur komplizierter und bedarf oftmals einer zweiten Person.

Advance and Cut ist schon mehr die Kategorie "Indianerherz kennt keinen Schmerz". Den Haken der Hakenbiegung folgend durchstechen, den Widerhaken mit einer kleinen Zange abkneifen und rückwärts wieder rausdrehen, erfordert etwas Mut. Schnelligkeit beim Durchstechen hilft die Schmerzen zu mildern. Am Ende hat man dann ´ne schöne Geschichte für die Angelbuddies. Ist ja auch was Wert.

Welche Varainate am meisten Sinn macht, ist situationsabhängig. Wer sich keine der Optionen traut, muss zum Arzt. Der setzt eine Betäubungsspritze und macht im Grunde das gleiche. In seltenen Fällen muss der Haken mit einem Skalpell herausgeschnitten werden.

Am besten wäre natürlich, wenn es garnicht soweit kommt. Aber wenn doch, lässt sich der Angeltag vielleicht noch retten.


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