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Über Sommerplätze & Sommermefos

Fast auf Ansage! Wie in dem Artikel "Mefoflaute im Frühsommer" erwähnt, sammeln sich die Meerforellen ab Mitte Juni wieder vermehrt an ihren Sommerplätzen. Das ist für mich eine Art Startschuss für die Sommersaison. Im Artikel "Sommerfischerei" habe ich beschrieben worauf ich jetzt bei der Platzwahl achte. Genau so habe ich es auch gemacht.


Meerforelle, Havørred, Sea Trout
71er Meerforelle, 4600 g, Fangzeit 17.15h, Konditionsfaktor 1,28

Am Strand angekommen stimmte alles. Leichte Welle, leichte Trübung, der Himmel leicht bewölkt. Ein leichter Sommerregen war vorbeigezogen und vor mir lag ein Spot mit einem schnellen Zugang zu tiefem Wasser.


Speziell der letzte Punkt ist sehr wichtig. Meerforellen pendeln in den Sommermonaten regelrecht zwischen tiefem Wasser und der Küstenlinie auf und ab. Sie zeigen jetzt ein sehr charakteristisches Tauchverhalten, mit dem man arbeiten kann. So bewegen sich Meerforellen tagsüber mehr oder weniger in der kompletten Wassersäule, wohingegen sie Nachts in den Flachwasserzonen verweilen. Die Biologen der DTU erklären dieses Tauchverhalten mit der Lieblings-Kerntemperatur von ≈ 14° C (± 2° C). Innerhalb dieses Temperaturbereiches läuft der Stoffwechsel von Meerforellen auf hochtouren und die Fische erziehlen optimale Wachstumsraten.


Tauchverhalten von Meerforellen in den Sommermonaten, Quelle: DTU

Es gibt auch die Theorie, dass dieses Tauchverhalten auf ein Sommer-Jagdschema hinweisen könnte. Ein bekanntes Phänomen ist die tägliche Vertikalwanderung von Zooplankton (Shrimps, Flohkrebse, Mysiden und kleinere Viecher), die zum Fressen in der Dunkelheit nach oben wandern und bei Tageslicht dem Fressdruck in die Tiefe entfliehen. Kleine Beutefische der Meerforelle folgen diesem Zyklus. Größere Jäger wie die Mefo himself könnten sich diesem Muster dann ebenfalls anschließen.